Gott hat sich schon im Alten Testament als der Dreieinige offenbart. Eine Wortstudie. Artikel* aus factum
Magazin - |
Shema Yisroel Adonai Elochenu � Adonai Echad� �
�H�re Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein!� (Schlachter: �..., der Herr ist einer�).
Rabbi Stanley Greenberg vom Tempel Sinai in Philadelphia schreibt:
�Christen haben selbstverst�ndlich das Recht, an die Lehre der Trinit�t Gottes zu glauben. Ihre Anstrengungen, dieses Konzept anhand der hebr�ischen Bibel zu begr�nden, werden jedoch durch das �berw�ltigende Zeugnis eben dieser Bibel zunichte gemacht. Die hebr�ischen Schriften sprechen klar und unzweideutig von der Einheit Gottes. Mit unmissverst�ndlicher Klarheit bezeugt die hebr�ische Bibel das Eins-Sein Gottes. Monotheismus, der kompromisslose Glaube an einen Gott, ist das Kennzeichen der hebr�ischen Bibel, der zweifelsfreie Grund des Judaismus und der unersch�tterliche Glaube der Juden.�
Ob nun Christen als Polytheisten oder als Tri-Theisten bezeichnet werden, oder ob man das christliche Konzept der Trinit�t als eine Spielart des Monotheismus auffasst � eine Aussage bleibt immer bestehen: Dreieinigkeit und Jude sein schliessen sich aus. Auch wenn der christliche Glaube monotheistisch gesehen wird, so scheint er doch nicht genug monotheistisch zu sein, um sich als wahres Judentum zu qualifizieren. Greenbergs Artikel scheint dieses Denken vermitteln zu wollen.
Er f�hrt fort, indem er schreibt:
�... unter gar keinen Umst�nden kann das Konzept der Pluralit�t Gottes oder der Trinit�t Gottes jemals anhand der hebr�ischen Bibel begr�ndet werden.� Es ist vielleicht das Beste, mit der Urquelle der hebr�ischen Theologie und der einzigen Verifikationsm�glichkeit zu beginnen: der hebr�ischen Bibel. Wenn so viel von den hebr�ischen Schriften abh�ngt, dann sollten wir uns ihnen zuwenden.
Im Allgemeinen wird Elohim als plurales Nomen mit der maskulinen pluralen Endung �-im� gesehen. Genau das gleiche Wort Elohim, das in 1. Mose 1,1 (�Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde�) f�r den einzig wahren Gott benutzt wird, findet sich ebenso in 2. Mose 20,3 (�Du sollst keine andern G�tter haben neben mir�) und in 5. Mose 13,3 (�Lasst uns anderen G�ttern ... nachlaufen�). Obwohl der Gebrauch des Plurals Elohim noch keine Trinit�t beweist, �ffnet es doch sicher die T�r zu einer Lehre von einer Pluralit�t in Gott, da es sowohl f�r den einen wahren Gott als auch f�r die vielen falschen G�tter benutzt wird.
Praktisch alle hebr�ischen Gelehrten erkennen an, dass das Wort Elohim, f�r sich betrachtet, ein plurales Substantivum ist. Dennoch besteht bei ihnen das Verlangen, eine m�gliche Pluralit�t in Gott aufgrund dieses Wortes abzulehnen. Ihre Argumentation verl�uft gew�hnlich in der Art: Wird Elohim f�r den wahren Gott benutzt, dann folgt diesem Wort ein Verbum im Singular; wenn es die falschen G�tter bezeichnet, dann folgt ein plurales Verbum. Rabbi Greenberg bringt es wie folgt zum Ausdruck:
�Das Verbum im einleitenden Vers von 1. Mose ist tats�chlich bara � ein Verb im Singular mit der Bedeutung von: er schuf. Man muss kein profunder Kenner des Hebr�ischen sein, um zu erkennen, dass der Eingangsvers der Genesis in klarer Weise von einem Gott spricht.�
Diese Aussage ist nat�rlich richtig. Die Bibel lehrt, dass Gott nur ein Gott ist und deshalb folgt im Allgemeinen � wenn von dem einen wahren Gott die Rede ist � auf das plurale Substantiv das Verb im Singular. Dennoch finden sich ebenso Stellen, die dieses Wort f�r den einen wahren Gott benutzen und das Verb im Plural folgen lassen:
1. Mose 20,13:
�Und es geschah, als Gott (Elohim) mich
aus meines Vaters Haus ziehen und umherirren liess ...� (w�rtlich: sie liessen
mich ziehen).
1. Mose 35,7:
�... denn dort hatte Gott (Elohim) sich ihm
offenbart ...� (w�rtlich: sie offenbarten sich).
2. Samuel 7,23:
�... f�r die Gott (Elohim) hingegangen
ist ...� (w�rtlich: sie gingen).
Psalm 58,12:
�...es gibt doch einen Gott (Elohim), der
auf Erden richtet� (w�rtlich: sie ... richten).
W�re die plurale Form von Elohim die einzig m�gliche Form, von Gott zu reden, dann k�nnte dahingehend argumentiert werden, dass die Schreiber der hebr�ischen Schriften keine andere Alternative besassen, als das Wort Elohim sowohl f�r den wahren Gott als auch f�r die vielen falschen G�tter zu benutzen. Von Elohim gibt es jedoch den Singular (Eloah); er wird in solchen Stellen wie 5. Mose 32,15-17 oder Habakuk 3,3 angef�hrt. Diese Singular-Form h�tte ebenso konsistent verwendet werden k�nnen. Sie kommt jedoch nur 250-mal zur Anwendung, w�hrend sich die Plural-Form 2500-mal finden l�sst. Die viel gr�ssere Anzahl des Plurals spricht hier ebenso mehr f�r das Argument einer Pluralit�t Gottes als dagegen.
Ein anderes Argument hinsichtlich der hebr�ischen Grammatik ergibt sich aus der Tatsache, dass Gott oft, wenn er von sich spricht, das Plural Pronomen benutzt:
1. Mose 1,26: "Und Gott {Elohim} sprach: 'Lasst uns Menschen machen in unserem Bild ... '�
Er konnte damit kaum die Engel gemeint haben, denn der Mensch war nach dem Bilde Gottes geschaffen - und nicht nach dem der Engel. Die Midrash Rabbah des ersten Buches Mose erkennt den Aussagegehalt dieser Stelle und kommentiert sie wie folgt:
Rabbi Samuel Bar Hanman sagte im Namen von Rabbi Jonathan, dass zu der Zeit, als Mose die Thora t�glich St�ck f�r St�ck niederschrieb, er, als er zu der Stelle kam, an der es heisst: �Und Elohim sprach: 'Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, uns �hnlich,'�, zu Gott sagte: �Herrscher des Universums, wieso gibst du hier den Sektierern (die an die Dreieinigkeit Gottes glauben) eine Argumentationshilfe?� Und Gott antwortete Mose: �Schreibe du nur. Wer sich irren will, der irre sich� (Midrash Rabbah �ber 1. Mose 1,26 [New York NOP Press, N.D.]).
Offensichtlich sucht hier Midrash Rabbah das Problem zu umgehen, da er keine �berzeugende Antwort auf die Frage geben kann, wieso Gott von sich selbst im Plural spricht. Das Plural-Pronomen findet sich an weiteren Stellen:
1. Mose 3,22: �Und Gott, der Herr (JHWH Elohim), sprach: 'Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns. '�
1. Mose 11,7: �Wohlan, lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren.�
Jesaja 6,8: �Und ich h�rte die Stimme des Herrn, der sprach: 'Wen soll ich senden, und wer wird f�r uns gehen ?'�
Eine weitere Besonderheit � ebenso aus dem Hebr�ischen kommend � ist die Tatsache, dass Substantive und Adjektive oft in ihrer pluralen Form gebraucht werden, wenn von Gott die Rede ist. Nachfolgend einige Beispiele:
Prediger 12,1: �Und denke an deinen Sch�pfer ...� (w�rtlich: deine Sch�pfer).
Psalm 149,2: �Israel freue sich seines Sch�pfers ...� (w�rtlich: seiner Sch�pfer).
Josua 24,19: �... denn er ist ein heiliger Gott ...� (w�rtlich: heilige G�tter).
Jesaja 54,5: �... denn dein Gemahl ist dein Sch�pfer� (w�rtlich: Gemahl im Plural, deine Sch�pfer).
Das bisher gesagte beruht stark auf dem Hebr�isch der Schrift. Soll unsere Theologie allein auf der Schrift basieren, dann m�ssen wir feststellen, dass sie einerseits die �Einheit" Gottes bezeugt, w�hrend sie gleichzeitig die �Idee� einer zusammengesetzten Einheit, einer Pluralit�t Gottes, n�hrt.
�H�re Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein!� (Schlachter: �..., der Herr ist einer!�)
5. Mose 6,4 � bekannt als das �Shema Israel�, war schon immer das grosse Glaubensbekenntnis Israels. Dieser Vers dient mehr als andere Verse dazu, sich der Tatsache zu versichern, dass Gott einer ist; dar�ber hinaus wird darin ein Widerspruch zum Gedanken der Pluralit�t Gottes gesehen. Aber ist das wirklich mit diesem Vers gemeint?
Einerseits sollte betont werden, dass die Worte �unser Gott� im hebr�ischen Text im Plural stehen und da. mit die w�rtliche Bedeutung von �unsere G�tter� haben. Das Hauptargument findet sich jedoch im Wort �allein�, dem hebr�ischen �echad�. Ein Blick in die hebr�ischen Texte, in denen dieses Wort gebraucht wird, offenbart schnell, dass das Wort �echad� nicht ein absolutes �allein�, �einzig� bedeutet, sondern ein zusammengesetztes �allein�.
Beispielsweise bilden in 1. Mose 1,5 der Abend und der Morgen ein {echad} Tag. 1. Mose 2,24 spricht vom Zusammenkommen von Mann und Frau in der Heirat; beide �werden zu einem (echad) Fleisch werden�. Esra 3,1 berichtet uns, wie sich das Volk, obwohl es aus zahllosen Individuen bestand, wie ein (echad) Mann nach Jerusalem versammelt hat. Hesekiel 37,17 liefert ein sehr eindrucksvolles Beispiel, wenn davon berichtet wird, wie zwei Holzst�cke zusammengef�gt werden, damit sie eins (echad) werden. Somit zeigt der Gebrauch des Wortes echad in der Schrift die Vereinigung an und nicht eine absolute Einheit.
Im Hebr�ischen gibt es ein Wort, das die Bedeutung von absoluter Einheit vermittelt: das Wort �yachid�. Es findet sich in vielen Schriftstellen (1. Mose 22,2.12; Richter 11,34; Spr�che 4,3; Jeremia 6,26; Amos 8,10; Sacharja 12,10), wobei die Betonung immer auf der Bedeutung von �einzig� liegt. Sollte Mose beabsichtigt haben, Gottes absolute Einheit � statt einer zusammengesetzten Einheit Gottes � zu lehren, dann w�re dieses Wort weitaus angemessener gewesen. Ebenso stiess auch Maimonides auf die Aussagekraft des Wortes yachid und entschied sich deshalb, dieses Wort in seinen �13 Artikeln des Glaubens� anstelle von echad zu benutzen. Dennoch spricht 5. Mose 6,4 nicht anhand von yachid von Gott.
Als ob es noch weiterer Argumente f�r die Pluralit�t Gottes bed�rfte, finden sich Stellen in den hebr�ischen Schriften, in denen der Begriff Elohim auf zwei Personen in demselben Vers angewandt wird. Ein Beispiel steht in Psalm 45,6-7:
�Dein Thron, 0 Gott, ist immer und ewig, ein Zepter der Geradheit ist das Zepter deiner Herrschaft. Gerechtigkeit hast du geliebt und Gottlosigkeit gehasst, darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freuden�l vor deinen Gef�hrten.�
Man beachte, dass der erste Elohim angesprochen wird und der zweite Elohim der Gott des ersten Elohims ist. Somit hat �Gottes Gott', ihn mit Freuden�l gesalbt.
Ein zweites Beispiel ist Hosea 1,7:
�Aber �ber das Haus Juda erbarme ich mich und rette sie durch den HERRN, ihren Gott. Doch ich rette sie nicht durch Bogen und durch Schwert und durch Krieg, durch Pferde und durch Reiter.�
Der Redende ist Elohim. Er sagt, dass er dem Hause Juda Gnade erweisen wird und sie mit JHWH, ihrem Elohim, erretten wird. Somit rettet Elohim Nummer eins Israel durch Elohim Nummer zwei.
Nicht nur der Name Elohim wird in demselben Vers auf zwei Pers�nlichkeiten angewandt; selbiges findet sich ebenso bei dem Eigennamen Gottes. Ein Beispiel hierf�r ist 1. Mose 19,24:
�Da liess der HERR auf Sodom und auf Gomorra Schwefel und Feuer regnen von dem HERRN aus dem Himmel.�
Offensichtlich l�sst hier JHWH Nummer eins (er befindet sich im irdischen Bereich) Feuer und Schwefel regnen von einem JHWH Nummer zwei, der im Himmel ist.
Ein zweites Beispiel liefert Sacharja 2,12-13:
�Denn so spicht der HERR der Heerscharen, nachdem die Herrlichkeit mich ausgesandt hat, �ber die Nationen, die euch gepl�ndert haben denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an � : ja siehe, ich werde meine Hand �ber sie schwingen, und sie sollen ihren Knechten zur Beute werden. Und ihr werdet erkennen, dass der HERR der Heerscharen mich gesandt hat.�
Wiederum haben wir hier einen JHWH, der f�r einen besonderen Auftrag einen anderen JHWH aussendet.
Der Autor des Zohar entdeckt die Pluralit�t im Tetragrammaton und schreibt deshalb:
�Komm und entdecke das Geheimnis des Wortes JHWH: Es gibt drei 'Stufen', wobei jede f�r sich existiert; dennoch sind sie eins, so vereint, dass keine von der anderen getrennt werden kann. Der Heilige von Alters her wird in drei Personen (H�uptern) offenbart, die vereinigt sind in einer Person, die �ber den Dreien steht. Der Heilige von Alters her wird als Dreiheit beschrieben, da das Licht, das von ihm ausstr�mt, in den dreien enthalten ist. Aber wie k�nnen drei eins sein? Sind sie deshalb eins, weil wir sie eins nennen? Wie drei eins sein k�nnen, kann nur durch die Offenbarung des Heiligen Geistes erkannt werden.� (Zohar, Band 111, S. 288; Band 11, S. 43; Hebr�ische Ausgabe; vgl. ebenso mit der Soncino Press Edition, Band 111, S.134)
Deuten die hebr�ischen Schriften tats�chlich auf die Pluralit�t Gottes hin, so ergibt sich die Frage, wie viele Personen in Gott sind. Wie wir bereits sahen, wurden die Namen Gottes auf mindestens zwei verschiedene Personen angewandt. Geht man durch die hebr�ischen Schriften, so erkennt man, dass drei � und nur drei � verschiedene Personen als Gott erscheinen.
Es gibt zahllose Stellen in der Schrift, die von dem Herrn JHWH reden. Dieser Name taucht so oft auf, dass wir uns hier explizite Stellenangaben sparen k�nnen.
Eine zweite Person Gottes wird als Engel des HERRN bezeichnet. Diese Person wird immer von den anderen Engeln unterschieden und in seiner Einzigartigkeit herausgestellt. In fast jeder Schriftstelle, in der diese Person erw�hnt wird, wird von ihr sowohl als Engel JHWHs als auch als JHWH gesprochen. Zum Beispiel bezieht sich 1. Mose 16,7 auf den Engel JHWHs, w�hrend dann in Vers 13 JHWH selbst redet. In 1. Mose 22,11 ist es der Engel JHWHs und in Vers 12 JHWH selbst. Weitere Beispiele k�nnten angef�hrt werden.
Eine sehr aufschlussreiche Stelle findet sich in 2. Mose 23,20-23. Dieser Engel hat dort die Macht, S�nden zu vergeben, denn Gottes eigener Name JHWH ist in ihm, und deshalb ist ihm ohne Widerspruch Gehorsam zu leisten. Das kann kaum von einem gew�hnlichen Engel gesagt werden. Denn allein bereits die Tatsache, dass Gottes eigener Name in diesem Engel ist, zeigt seinen g�ttlichen Status.
Eine dritte Person erscheint im Geist Gottes, oft mit Ruach Hakodesch bezeichnet. Viele Stellen in der Schrift beziehen sich auf den Geist Gottes; unter anderem in 1. Mose 1,2; 6,3; Hiob 33,4; Psalm 51,13; 139,7; Jesaja 11,2; 63,10.14. Der Heilige Geist kann nicht als blosse Emanation (Ausstrahlung, Wirkung) Gottes betrachtet werden, denn er besitzt alle Charakteristika einer Pers�nlichkeit (Intellekt, Emotionen, Willen) und wird als Gott gesehen.
Damit ergibt sich aus verschiedenen Abschnitten der hebr�ischen Schriften ein klares Zeugnis daf�r, dass drei Personen als g�ttlich betrachtet werden und damit Gott sind: der HERR (JHWH), der Engel des HERRN, und der Geist Gottes.
In den hebr�ischen Schriften findet man sogar alle drei Personen Gottes in jeweils einer Passage aufgef�hrt. Zwei Beispiele hierf�r sind jesaja 48,12-16 und Jesaja 63,7-14. Aufgrund der Signifikanz der ersten Stelle sei sie hier angef�hrt:
�H�re auf mich, Jakob, und Israel, mein Berufener: Ich bin, der da ist, ich bin der Erste, ich bin auch der Letzte. Ja, meine Hand hat die Grundmauern der Erde gelegt und meine Rechte die Himmel ausgespannt; ich rufe ihnen zu: allesamt stehen sie da. Versammelt euch, ihr alle und h�rt! Wer unter ihnen hat dies verk�ndet? Der HERR liebt ihn. Er wird an Babel ausf�hren, was ihm gef�llt, und sein Arm wird die Chald�er richten. Ich, ich selbst habe geredet, ja, ich habe ihn gerufen. Ich habe ihn kommen lassen, und sein Weg wird gelingen. Tretet her zu mir, h�rt dies! Ich habe von Anfang an nicht im Verborgenen geredet; von der Zeit an, da es geschah, bin ich da. � Und nun hat der Herr, HERR, mich gesandt und sein Geist hat mich gesandt.�
Es sollte beachtet werden, dass der Sprechende von sich selbst als dem spricht, der f�r die Sch�pfung der Himmel und der Erde verantwortlich ist. Es ist offensichtlich, dass er von niemand anderem als von Gott sprechen kann. Er spricht mit den Pronomen ich und mir von sich selbst, unterscheidet sich aber dann in Vers 16 von den beiden anderen Personen. Er unterscheidet sich von Herrn JHWH und vom Geist Gottes. Hier ist die Drei-Einigkeit klar in den hebr�ischen Schriften definiert.
In der zweiten Stelle findet ein R�ckblick auf die Zeit des Exodus' statt, als alle drei Personen Gottes pr�sent und die aktiv Handelnden waren. Der Herr JHWH ist in Vers 7 genannt, der Engel des HERRN in Vers 9 und der Geist Gottes in den Versen 10, 11 und 14. W�hrend sich in den hebr�ischen Schriften Gott oft als der darstellt, der allein f�r die Erl�sung Israels aus �gypten verantwortlich ist, erhalten nach dieser Textstelle drei Personen die Ehre f�r diese Tat. Dennoch findet sich hier kein Widerspruch, denn die drei Personen bilden die Einheit in Gott.
Die hebr�ischen Schriften lehren die Pluralit�t Gottes. Die erste Person Gottes wird durchgehend JHWH genannt, w�hrend die zweite Person die Namen JHWH erh�lt, der Engel des HERRN (JHWH) und der Knecht des HERRN. Konsistent und ohne Ausnahme wird die zweite Person von der ersten Person gesandt. Die dritte Person ist der Geist des HERRN oder der Geist Gottes oder der Heilige Geist. Er wird ebenso von der ersten Person gesandt, steht aber in einer fortw�hrenden Beziehung zum Dienst der zweiten Person.
Ist der Begriff der Drei-Einigkeit Gottes nicht-j�disch � wie es von zeitgen�ssischen Rabbis vertreten wird � dann sind auch die hebr�ischen Schriften nicht-j�disch. J�dischen Christen kann nicht der Vorwurf gemacht werden, sie w�ren dem Heidentum verfallen, wenn sie an der Tatsache festhalten, dass Jesus der Sohn Gottes sei. Er ist derselbe, von dem bereits Mose schrieb, als der Herr sagte:
�Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich f�r dich bereitet habe. H�te dich vor ihm, h�re auf seine Stimme und widersetze dich ihm nicht! Denn er wird euer Vergehen nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm. Doch wenn du willig auf seine Stimme h�rst und alles tust, was ich sage, dann werde ich Feind deiner Feinde sein und deine Bedr�nger bedr�ngen. Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern, Hewitern und Jebusitern; und ich werde sie austilgen� (2. Mose 23,20-23).
Das Neue Testament bleibt in den Lehren der hebr�ischen Schriften, wird allerdings etwas spezifischer in seinen Aussagen bez�glich dieser Thematik. Eindeutig stellt es heraus, dass in Gott drei Personen vorhanden sind.
Die erste Person Gottes wird Vater genannt, w�hrend die zweite Person der Sohn ist. Das Neue Testament beantwortet die Frage, die Spr�che 30,4 aufwirft:
�Was ist sein Name und was der Name seines Sohnes, wenn du es weisst?�
Der Name seines Sohnes ist Y'shua (Jesus). In �bereinstimmung mit den hebr�ischen Schriften wurde er von Gott als der Messias gesandt; diesmal jedoch als Mensch und nicht als Engel.
Dar�berhinaus wurde er mit einem besonderen Auftrag gesandt: f�r unsere S�nden zu sterben. Gott selbst wurde Mensch (nicht: ein Mensch wurde Gott), um das Werk der S�hne zu vollenden.
Das Neue Testament nennt die dritte Person Gottes den Heiligen Geist. Im ganzen Neuen Testament steht er � in �bereinstimmung mit den Lehren der hebr�ischen Schriften � in Beziehung zum Dienst der zweiten Person Gottes.
Wir k�nnen also feststellen, dass es bez�glich der Dreieinigkeit Gottes eine Kontinuit�t sowohl in den hebr�ischen Schriften als auch im Neuen Testament gibt.
ARNOLD FRUCHTENBAUM
� Ariel Ministries, Tustin/USA
�bersetzung:
Joachim Deubler
*
Diese Artikel erschien in "Gemeinde Gr�ndung"
N�52 4/97
Herausgeber : Konferenz f�r Gemeinde Gr�ndung e.V. , am Wasser
8, D-36169 Rasdorf
Tetragrammaton
Der Name Gottes wird in der � hebr�ischen
Bibel mit den vier Konsonanten JHWH wiedergegeben. Die Aussprache dieses Namens
wurde seit mindestens dem 3. Jh. vor Christus vermieden. Anf�nglich wurde er
verbal mit Adonai (der Herr) substituiert, sp�ter wurde er Ha-Schem (der Name)
ausgesprochen. Der Name Jehova ist ein Kunstprodukt, das sich dadurch ergeben
hat, dass die urspr�nglichen hebr�ischen Konsonanten mit der Vokalisation von
Adonai versehen wurden.
(Quelle: Encyclopedia Dictionary of Judaica,
8.593)